Rat und Hilfe

Und wenn dir alles zu viel ist und du nicht die Kraft hast, alleine mit der Trauer umzugehen? Es gibt glücklicherweise viele Stellen, an die du dich wenden kannst. Wichtig ist, du bist nicht allein! Nimm die Hilfe in Anspruch!

Familie

Da wäre zum einen deine Familie. Menschen aus dem engsten Umfeld, die wie du von diesem Schicksal betroffen sind. Mit ihnen reden oder einfach nur still trauern kann dir gut tun. Aber sei dir bewusst, dass jeder Mensch anders trauert und anders mit Schicksalsschlägen umgeht. Nicht jeder möchte genau so trauern oder das tun, was du gerne möchtest.

Ärtze und Psychologen

Bei Ärzten und Psychologen bekommt man professionelle Hilfe. Dein Hausarzt kann dir wahrscheinlich einen Psychologen empfehlen, der auf Trauerarbeit spezialisiert ist. Ich empfehle sehr, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Psychologe kann dir zum Beispiel Perspektiven aufzeigen, die du in deiner von Trauer geprägten Welt gar nicht wahrnimmst. Der Arzt oder Psychiater kann dir zudem Medikamente verschreiben, damit du ruhiger wirst oder besser schlafen kannst.

Freunde

Mit Freunden zu reden hilft auch oft. Vielleicht hast du Freunde, die ähnliches erlebt haben. Oder sie hören einfach nur zu und sind da, wenn du dich einsam fühlst.

Autogenes Training und Achtsamkeit

Autogenes Training und Achtsamkeitsübungen helfen dir, in dieser Ausnahmesituation auf deinen Körper zu hören und ihn und seine Bedürfnisse wahrzunehmen. Sie dienen auch dazu, ruhiger zu werden und Kraft und Energie zu tanken, die dir die Trauer geraubt hat. Es gibt viele Kurse und Bücher dazu. Du kannst dir auch Videos im Internet anschauen, um mehr darüber zu erfahren und es auszuprobieren. Ich kann es sehr empfehlen.

Selbsthilfegruppen

An vielen Orten gibt es Selbsthilfegruppen zu verschiedensten Themen, darunter auch Gruppen für Eltern, die ein Kind verloren haben. Dort kannst du dein Schicksal mit anderen Betroffenen teilen. Du wirst feststellen, dass die Diskussionen anders sind als die mit deinem Psychologen, weil sie auf einer anderen Ebene stattfinden. Dort sind Menschen, die ebenfalls ein Kind verloren haben. Sie wissen also anders als ein Arzt genau, wie du dich fühlst und welches Leid du ertragen musst. Sie können dir Tipps und Empfehlungen geben und vor allem das Gefühl, verstanden zu werden. Für manche ist es jedoch nicht leicht, zu einer Gruppe mit fremden Menschen zu gehen und sich zu öffnen. Mein Tipp ist es in dem Fall, beim ersten Mal nur zuzuhören und zu schauen, ob du dich in dieser Atmosphäre wohl fühlst.

Literatur

Zum Thema Sterben und Tod gibt es viele Bücher. Und oft geht es dann in Richtung Esoterik. Zum Thema Tod eines Kindes finden sich auch Bücher. Ich möchte hier keine Empfehlung abgeben, da sie sehr subjektiv wäre. Gehe in eine Bücherei und schaue dir einige Werke an.